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Begriff Beschreibung Quellen
Briefadel

Briefadel: Adel, der durch förmliche Verleihung (Adelsbrief, Adelsdiplom) erworben wurde. Die erste derartige Verleihung durch einen deutschen Kaiser ist 1360 belegt. Meistens werden die Begriffe Briefadel und → Uradel als Gegensatzpaar gebracht.

Lit.: Georg Freiherr v. Frölichsthal: Nobilitierungen im Heiligen Römischen Reich. Ein Überblick, in: Sigismund Freiherr v. Elverfeldt-Ulm (Hg.): Adelsrecht, Limburg an der Lahn 2001, 67ff

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Burggraf

Burggraf: Ursprünglich ein Graf, also landesfürstlicher Beamter, der den Bann über ein bestimmtes mit einer Burg verbundenes Gebiet zu versehen hatte. Dazu zählten die Verteidigung, das richterliche Amt und bestimmte Verwaltungszweige. Im Laufe der Zeit kam die „Würde immer mehr in die Hände der Regierenden oder sonst hervorragender Geschlechter, um schließlich ein erbliches Lehen zu werden“ (Silva-Tarouca, XXXIV f). Die im Besitz der Burggrafenwürde befindlichen fürstlichen Geschlechter bedienten sich immer gern dieses Titels (so z.B. die Hohenzollern als Burggrafen von Nürnberg). Daneben – und nicht mit dem ersteren zu verwechseln – wurde der Begriff auch für Burg-Hauptmänner, Burg-Verwalter etc. verwendet.

Lit.: Graf Egbert Silva-Tarouca: Burggraf, in: Genealogisches Handbuch des Adels Band 10, XXIV ff

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Comitiv

Comitiv (Hofpfalzgrafenamt, Palatinat): → Hofpfalzgraf

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Depossedierte

Depossedierte: Bezeichnung für diejenigen deutschen Fürsten, deren Länder 1866 von Preußen in Besitz genommen wurden und die so ihre Herrschaft verloren (Hannover, Kurhessen, Nassau). Im Gegensatz zu den mediatisierten → Standesherren hatten sie keine zentrale Rechtsgrundlage wie jene mit Art. 14 der Deutschen Bundesakte; dennoch behielten sie das → Ebenbürtigkeitsrecht, weiters hatten sie in vollem Umfang Autonomie gegenüber dem gesamten bürgerlichen Recht, waren von der allgemeinen Wehrpflicht und von direkten Staatssteuern befreit und genossen eine prozessuale Sonderstellung. Im Gotha bzw. im Genealogischen Handbuch des Adels wurden und werden sie weiterhin in der I. Abteilung der Fürstlichen Häuser geführt. Eine gleiche Behandlung wie die Depossedierten erfuhren auch die Häuser Hohenzollern und Holstein.

Lit.: Conrad Bornhak: Deutsches Adelsrecht, Leipzig 1929, 76ff

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Durchlaucht

Durchlaucht: → Prädikat

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
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