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Begriff Beschreibung Quellen
Adelsanmaßung

Adelsanmaßung: Unbefugter Gebrauch des Adels oder eines bestimmten Adelstitels. Dieser war unter Strafe gestellt, und zwar im Deutschen Reich gemäß § 360 I Abs. StGB und in Österreich gemäß Hofkanzleidekret vom 2. November 1827, P.G.S. Nr. 119.

Lit.: Ernst Mayerhofer/Graf Anton Pace: Handbuch für den politischen Verwaltungsdienst in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern, Fünfter Band, Fünfte Auflage, Wien 1901, 148f; Max Rensch: Der adelige Name nach deutschem Recht, Berlin 1931, 299f

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Adelsbuch

Adelsbuch: → Adelsmatrikel

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Adelsentsetzung

Adelsentsetzung: ein Fall des → Adelsverlustes

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Adelserwerb

Adelserwerb: Dieser konnte auf verschiedene Weise erfolgen:

1.   Eo ipso durch Übertragung innerhalb der Familie:

a)   Vom adeligen Vater auf das Kind im Wege der ehelichen Geburt;

b)   vom adeligen Mann auf die nichtadelige Frau im Wege der Eheschließung;

c)   vom adeligen Vater auf das Kind im Wege der → Legitimatio per matrimonium subsequens;

2.   durch Gnadenakt des Souveräns:

a) Verleihung des erblichen oder persönlichen Adels durch den Souverän (→ Adelsverleihung, Recht zur);

b)  Verleihung des erblichen Adels durch den Souverän im Wege der → Legitimatio per rescriptum principis, sofern die im jeweiligen Einzelfall genau zu überprüfenden Voraussetzungen vorlagen;

3.   auf Grund eines Rechtsanspruchs, dem in manchen Fällen ein Gnadenakt des Souveräns folgte:

a)    im Wege der Erwerbung eines → Amtsadels;

b)   im Wege der Erwerbung eines → Ordensadels;

c)    in Preußen und Bayern im Wege der → Ersitzung des Adels;

d)   in Österreich durch Erwerbung des → systemmäßigen Adels.

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
Adelsmatrikel

Adelsmatrikel: Öffentlich geführtes Verzeichnis aller Adeligen oder aller bestimmte Anforderungen erfüllenden Adeligen eines Landes. Nach Untergang des Heiligen Römischen Reiches gab es folgende amtliche Adelsmatrikeln: Bekanntestes Beispiel ist die 1808 eingerichtete bayerische Adelsmatrikel; wer in ihr nicht eingetragen war, wurde in den öffentlichen Akten nicht als adelig anerkannt. Ein generelles Adelsbuch hatte Sachsen (1902), sachlich bzw. regional eingeschränkte Adelsmatrikeln gab es in Württemberg für den standesherrlichen und ritterschaftlichen Adel (1818) und in Tirol für den grundbesitzenden Adel (1363) bzw. in Preußen mit der Rheinischen Adelsmatrikel (1827). Die in Baden mittels Verordnung von 1815 vorgesehene Einrichtung einer Adelsmatrikel konnte entgegen anderslautenden Berichten nicht in die Praxis umgesetzt werden (Lederle, 174f). Auch in Österreich gab es trotz der in der Literatur häufig anzutreffenden gegenteiligen Behauptung keine Adelsmatrikel mit Ausnahme Galiziens und Lodomeriens.

Lit.: Josef v. Bauer: Staatliche Adelsbücher“, in: Monatsblatt Adler 6 (1906-1919)m 487ff; Horst Heinrich v. Einsiedel: Gesetz, die Einrichtung eines Adelsbuches und die Führung des Adels und der Adelszeichen betreffend, Leipzig 1902, 13ff; Alfred Lederle: Das Adelsrecht im ehemaligen Großherzogtum Baden, in: Archiv für Sippenforschung 1943, 173f; Andrea Schwarz: Das Königlich Bayerische Reichsheroldenamt und die Adelsmatrikel, in: Herold-Jahrbuch 1998, 159ff

Dr. Georg Frölichsthal: Adelsrechtliche Begriffe
Erstveröffentlichung im Deutschen Adelsblatt 2002, Hefte 1 bis 6 (Heft 1: S. 6-8; Heft 2: S. 37-38; Heft 3: S. 63-64; Heft 4: S. 91-92; Heft 5: S. 127-128; Heft 6: S. 153-154).
Die adelsrechtlicher Begriffe und Phänomene beschränken sich auf den deutschsprachigen Raum. Siehe auch http://www.adelsrecht.de
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