Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [6984]

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1816
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Trüb, schwül. im Burgtheater „Rothmantel“, im Kärntnertor-Theater „Junggesellenwirtschaft“, „Fest in Kisbér“, im Theater an der Wien „Leben ein Traum“. Früh mit Galba zu tun, fuhr dann zu Bertoli, vormittags ins Schneiderhaus. Bei Richart, hatte einen Sturm wegen Hörr. Mittags allein. Heute ist auf meinem Gartengrund von der Stadthauptmannschaft Baukommission. Nach Tisch um ½ 4 h fuhren Therese und ich mit Salami, Käse, Brot und 8 Maß weißem und rotem Wein beladen auf unseren Gartengrund und erwarteten Koch – welchem ich 20 fl. gab –, Jung, Morawa, alle waren sehr artig, alles war recht. Dann kamen Jahny, Reimann, sie mit Fritz, Richart. Wir aßen und tranken und waren recht guten Humors. Zuletzt gab ich den Arbeitern Wein, Salami etc. Nach 6 h fuhren wir weg. Ich ging ins Theater an der Wien, fand Gesellschaft. Mich unterhielt diese Bearbeitung des Schreyvogel nach Calderon vortrefflich. Es war ein angenehmer Abend, kalt; ich machte mich zusammen und schlich so nach Hause.
Band 08 (VIII.), Seite 124v
13.09.1816
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