Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [6643]

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1815
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Kalt, vor Mittag heiter, Sonnenschein, nach Mittag trüb, windig, großer Staub. Im Burgtheater „Falsche Vertraulichkeiten“, im Kärntnertor-Theater „General“, im Theater an der Wien „Fiesko“ mit Lange. Früh zum Grafen, mit ihm zur Großhändler Steyrer, Finks Schwester. Zu Liebmann wegen Quartier, nahm Jahny, Högler mit, mass 2 Stunden. Mericzay kam und war mit mir. Mittags allein, nach Mittag zu Haus, Arrangements zur Optik, Richart, Hoffmann, Roller, alle arbeiteten. Vergebens erwartete ich Mericzay. Nach 6 h ins Leopoldstädter Theater, des Carl Bode seine minisch-plastischen Tableaux zu sehen; „Urteil des Salomo“, „Punschgesellschaft“, jedes Tableau in 5 Gruppen, recht hübsch, dann „ Perseus und Andromeda“. Nach dem 1. Akt ging ich zu Richart. Joseph arbeitete bis ½ 10 h und vollendete die Bibliothek. Therese ordnete schon manches für den 15.
Band 08 (VIII.), Seite 77r
08.10.1815
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