Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [6614]

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1815
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Heiter, kalt, mittags Regen, nach Mittag trüb und öfter Regen. Im Burgtheater „Strelitzen“ mit Lange, im Kärntnertor-Theater „Augenarzt“, im Theater an der Wien „Adelheid von Italien“. Früh um 7 h schickte die Richart, dass sie heute Nacht schnell sehr elend wurde, dass sie schon zweimal zu Kleiner und anderen Doktoren schickte, niemand kam. Ich schrieb ein derbes Billett an Kleiner und hoffe, dass er nun eilen wird. Therese ging zu ihr, die sehr schlecht, ganz außer sich und ohne Besinnung ist. Kleiner kam am Vormittag drei Mal. Sie hatte sich gestern erkältet, und abends aß sie noch Birnen, wie unklug ! Früh zum Grafen, Mericzay wurde auch jäh krank, diesen besuchte ich zwei Mal. Mittags allein, nach Mittag zu Richart und Mericzay, zu Rillos. Therese blieb bei Richart eine Zeit lang, er und die Hofer (?) tranken bei mir Kaffee. Der Zeichner Fait (?), von Ortner geschickt, nahm heute mein Haus auf, besonders wegen der Werkstatt und Keller Mit Vogl (?) sprach ich wegen Quartier für die Baronin Jabo (?) im 1. Stock für 1500 fl. Abends sprach ich Arenberg; bei Mericzay und Richart, beide bessern sich, sie hatte Öffnung, der Vesicans zog. Nach 8 h kam noch Kleiner. Sie kannte mich, ist aber sehr schwach. Kurs 337 fl..
Band 08 (VIII.), Seite 74r
09.09.1815
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