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Trüb. Im Burgtheater „Hausdoktor“, im Kärntnertor-Theater „Aschenbrödel“. Heute soll Feuerwerk sein „Vulkans Reich“. Weber fängt heute seinen Balkon an. Ich schlief schlecht, Schnupfen und Husten plagten mich sehr. Um 8 h zum Grafen. Der Schlosser schickte mir sein Konto mit einem langen Geschmiere und lässt sagen, er lässt nichts abziehen. Der abscheuliche Mann ! Schloss den Akkord vor Zeugen und will sein Wort zurücknehmen ! Die Witwe Deutsch kam und nötigte mich, ihr die Pension bis Ende Dezember 1818 auszuzahlen. Um 1 h mit Jungmann, Richart, Frau und Therese in den Prater, nass, man war von Gelsen sehr gequält. Nach Mittag zum Wagner, tranken schlechten Kaffee, nahmen Gefrorens. Ich zahlte über 7 fl. Nach 6 h gingen Therese und Richart in die Stadt, ihre Billetts gaben wir der Susette Stockersheim und Schwester. Der Feuerwerksplatz füllte sich so ziemlich. Mühsam war das Hereingehen. In der Jägerzeil sind viele Schranken und keine Beleuchtung.
Band 08 (VIII.), Seite 72v
29.08.1815
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