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Trüb, öfters Regengüsse. Im Burgtheater „Pflegesöhne“, im Theater an der Wien neu einstudiert „Der redliche Landmann“, Scholz Scharnberg, Küstner. Die beiden setzten ihre Einrichtung fort. Werlen sagte mir, dass des Motesiczky Mutter gestern lang beim Buben war, ihm 20 fl. gab, sich aber weder beim Grafen, noch bei mir sehen ließ. Früh sagte ich dies dem Grafen. Da kam der Hofrichter Fiby von Jablonitz, wollte von der Mutter nichts wissen, zahlte mich bis August, sprach von einer anderen Disposition, sagte, der Graf Pongracz – er soll der Mutter Bruder sein – wollte mit dem Neffen eine andere Disposition treffen und mehr dergleichen. Ich sagte dies dem Grafen, welcher toll wurde. Ich musste ins Korrektionshaus und hörte, dass gestern früh Fiby alleine, dann später mit der Mutter da war, der falsche Slovak ! Ich sprach mit dem Trümmel und dem Verwalter Spindler, welche sich über diese Verstecktheit nicht genug wundern konnten. Mittags mit Benner beim Grafen, nach Mittag zusammen ins Kärntnertor-Theater, sahen die neuen, nicht sehr glücklichen Abänderungen, dann ins Theater an der Wien. Leer, Scholz spielte sehr brav. Mit Mark in die Stadt. Kurs 347 fl., der # 16 fl..
Band 08 (VIII.), Seite 72v
26.08.1815
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