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Veränderlich. Im Burgtheater „Emilia Galotti“, Dr. Rygge von Kopenhagen als Odoardo. Im Theater an der Wien zum 1. Male „Harald, Feldherr von Medelpade“, Oper in 3 Akten von Stegmayer, Musik von Kleinheinz. Früh zum Grafen, arbeitete sehr fleißig. Brachte Dermer einen Sitz in die 2. Galerie. Mittags allein, nach Mittag zu Hause, zum Grafen, ins Korrektionshaus zum Motesiczky. Der Bursche verlor aus Bosheit sein Federmesser; ich dachte, ihn hauen zu lassen, wenn es nicht vorkommt. Therese arrangierte zu Hause die Kästen Silber, Porzellan. Joseph Hoffmann und Richart tranken bei uns Kaffee; letzterer kalkulierte mit mir des Schlossers Konto. Es fanden sich abermals doppelt angesetzte Posten, das ist schlecht ! Ich ließ ihn rufen, zeigte ihm in Richarts Gegenwart das Konto, sagte ihm, dass er den Akkord überstiegen, doppelte Posten angesetzt und den Konto um 400 fl. übersetzt habe. Ich gab ihm den Konto mit. Dann ins Theater an der Wien in Dermers Gesellschaft. Die Musik gefiel, die Seeschlacht im 2. Akt und die Felsen mit Wasserfall im 3. Akt, von Roller maschiniert, waren von großer Wirkung. Forti gefiel mir nicht, die Gottdank sang und spielte brav. Die Seidler ist zu schwach, wurde aber dennoch mit Kleinheinz und Stegmayer vorgerufen. Gestern war der Kurs 341 fl..
Band 08 (VIII.), Seite 72r
24.08.1815
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