Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [6585]

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1815
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Am Vormittag starker Regen, nach Mittag trüb. Im Burgtheater „Verbannter Amor“, im Theater an der Wien „Adelheid von Italien“. Therese liegt wieder an Kopfschmerzen. Den Vormittag beim Grafen, mittags auch, mit Kárner, Lebel. Die Maler enden den Gang. Nach Mittag Wolkenbruch mit grässlichem Donnerwetter, welcher 2 Stunden anhielt und den ganzen Balkon überschwemmte, in dem Augenblicke, als Maler und Anstreicher fertig waren. Dies machte mich ganz desperat. Ich zahlte so viel und erhalte von Maurern und Kupferschmieden so liederliche Arbeit. Gleich schrieb ich ein Billett an Ullmann. Fuhr mit Iden zur Langen Gasse, in Gesellschaft, zur Porzellanfabrik. Die Donau tritt aus, die Glacis ist von den starken Regengüssen einem See gleich. Dann nach Haus, sprach Arenberg, um 10 h voll Verdruss ins Bett.
Band 08 (VIII.), Seite 71r
11.08.1815
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