Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [6572]

6572
1815
7
29
Kalt, Regen. Im Kärntnertor-Theater „Fünf sind zwei“, „Hochzeit auf dem Lande“, im Theater an der Wien „Rochus Pumpernickel“. Im Leopoldstädter Theater zum 1. Mal „Ein Tag im Prater“. Heute arbeitete nur der Anstreicher; früh rechnete ich meine Hauskonten zusammen. Zum Grafen; er ist misslaunig. Die Gräfin, Keglevich, Valentits, der fatale Lebel, alles ist hier. Therese bekam von Sträubl 21 Blumenstöcke, prächtig stehen die 3 großen Phloxblumen. Für Ullmann richtete ich die Konten und das Geld zusammen, und schrieb dem Ullmann dazu. Dem Iden (?) gab ich 300 fl. Er speiste da. Nach Tische ging Therese zu Ullmann, dann auf den Leopoldstädter Markt zur Petschek (?). Ich richtete für Bschaidner zusammen 1 schwarzen Frack, 3 Beinkleider, 3 Gilets, 1 Elle feinblaues Tuch und schickte es ihm. Nach Mittag erwartete ich Reimann, um mit ihm samt Guilmar (?) um 5 h in die Porzellanfabrik zu gehen. Dann an der Donau herab, fand im Leopoldstädter Theater zwar Compagnie, doch langweilte ich mich ganz außerordentlich. Bäuerle hat wieder etwas sehr Elendes geliefert. Ich bedaure die Arbeit des Neefe. Soupierte dann etwas.
Band 08 (VIII.), Seite 69v
29.07.1815
Copyright © 2025 Heraldisch-Genealogische Gesellschaft "ADLER", Wien. All Rights Reserved. Austria-1095 Wien, Postfach 7, Universitätsstraße 6/9b