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Heiter, nach Mittag war es unerträglich schwül und es standen Gewitterwolken am Horizont. Im Kärntnertor-Theater „Joseph und seine Brüder“, im Theater an der Wien „Adelheid von Italien“. Früh zu Haus. Heute arbeiten die Tischler in der Küche. Zum Rumpelmayer, mittags bei Radl, Therese ging zur Moser. Nach Mittag war ich zu Haus, schrieb an den Grafen. Abends ging ich zur Moser, war eine Stunde bei Stein, dann kam die Bauer, welche ihren Kaprizel fand, saßen im Garten. Um 9 h erhob sich ein fürchterliches Gewitter, und brach nach 10 h mit grässlichem Donner aus. Das Wasser strömte herab. Erst um 12 h gingen die Kölbel, Fechner und ich in die Stadt. Therese blieb mit der Hönigsberg in einem Zimmer. Der König kam am 8. nach Paris, kam den Alliierten zuvor und ließ den Verräter Fouché als Polizeiminister. Kurs 323 fl..
Band 08 (VIII.), Seite 68r
20.07.1815
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