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Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [354]

354
1798
JUL
27
Früh um 5 h stand ich auf und setzte mich gleich zur Arbeit. Da Walther mich besuchte, so bat ich ihn, für Therese ein Briefchen mitzunehmen, welches selber auch versprach; ich schrieb also dem guten, edlen Mädchen. Nach 8 h ging ich in den Hofgarten zum Pölt wegen Obst für Therese, welches mir auch versprochen wurde. Den übrigen Teil des Abends arbeitete ich zu Hause. Mittags und abends speiste Ringer bei uns, und so schwätzten wir zusammen. Heute erhielt ich das Gesangbuch, worüber ich mich außerordentlich freute. Abends bei Tische brachte mir ein Trabant vom Schlosse 3 Briefchen, 2 von Therese, eines von Klimbke. Wie ich mich darüber freute, kann ich nur fühlen. Meine Mutter begleitete mich noch nach Hause und ich legte mich wegen meinem roten Aug bald schlafen.
Band 01 (I.), Seite 47r
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