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Trübe, den ganzen Vormittag Schnee, auch abends. Fatales Wetter ! Der Vormittag wie gestern. Die Kutschersfeld war beim Grafen, und bat mich, ihr wegen der vorenthaltenen Pension eine Bittschrift an den Fürsten zu machen, welche ich ihr gleich verfertigte. Mittags war großes Diner, Kárner schickte uns Tokajer, Richart Menischer. Kárner, Koch, Eckhart, Klimbke, Babett waren unsere Gäste. Wir lebten sehr fidel und blieben bis 6 h zusammen. Kárner antwortete der Roose auf ihren Brief an den Fürsten und schickte ihr 30 fl. für die Familie, für die sie sich verwendete. Babett trug ihr den Brief hin, Kárner folgte der Babett nach Haus. Therese erhielt die Turnau zu Besuch, mit welcher sie sang, sich aber sonst sehr fad unterhielt. Am Vormittag war bei Therese die Richart, wegen Leinwandmuster, Handschuhen und einer Haube. Der Finettl war voll Caressen für seine alte Frau und seine Kameraden. Ich war den Abend mit Lang. Jean war im Kärntnertor-Theater „Der Ton unserer Zeit“ und „Ariadne und Bacchus“. Um ½ 10 h war ich zu Hause. Therese kaufte sich von der Hiller ein Tüchl von Dünntuch.
Band 05 (V.), Seite 16r
28.02.1804
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