Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [2379]

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1804
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Kalt und Schnee. Früh zu Braunecker, zum Grafen, zu Richart, wohin auch Therese kam. Mit ihr nach Haus, mittags allein. Therese hatte eine Anwandlung von Eifersucht mit der Richart. Ich setzte ihr Vernunftgründe entgegen und es gelang mir, sie zu beruhigen. Nach Mittags zu Klimbke, der mir erzählte, dass Braun richtig die polnische Pachtung erhielt, und dass er und Haim mit ihm reisen werden. Ins Kärntnertor-Theater, da blieb ich eine Weile, dann ins Leopoldstädter Theater, LaRoches Einnahme „Philibert und Kasper“, Zauberoper in 3 Akten, Musik von Kauer. Niedliche Dekorationen, sonst kein Verdienst. Im Nachhause gehen war es sehr kalt. Heute war bei Braun der Ausschuss des deutschen Schauspiels beisammen, um den neuen Plan zu unterschreiben. Ziegler unterschrieb nicht. Er will Erhöhung der Gage und großen Vorschuss; erhält er dies nicht, so wandert er an die Wien. Therese hatte am Vormittag Probe bei der Kaiserin.
Band 05 (V.), Seite 12v
07.02.1804
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