Online-Datenbank der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft "Adler", Wien

Die Tagebücher des Joseph Carl Rosenbaum [157]

157
1798
JAN
13
Arbeitete den ganzen Tag. Abends ging ich zum Klimbke ins Bureau, schwätzte von den Hindernissen des Balletts „Alcina“, dass selbe gar nicht zustande kommen kann; dann erzählte er mir einen Teil seiner Liebesgeschichte, die so sehr auf ihn – den guten Mann – wirkte, dass er durch 2 Jahre beinahe Menschenfeind wurde; nur die Zeit heilte ihn. Wir gingen eine Zeitlang ins Theater, da es aber zu leer war und wir keine Gesellschaft fanden, schlichen wir in der Stadt herum; endlich begleitete er mich zu den Gassmannischen und so schieden wir. Bei den Gassmannischen war Simoni und seine Geliebte; die spielten da und ich unterhielt mich noch bis 9 h mit Therese sehr angenehm. Abends war ich auch noch ein Viertelstündchen bei Herrn v. Huber. Heute kaufte ich mir von dem Juden Markus Schwarz Gradl zu Nachtleibl und eine Garnitur damastenes Tischzeug.
Band 01 (I.), Seite 16v
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